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24.06.2021 Presseaussendung

UNWETTER ALS VORBOTEN DER KLIMAKATASTROPHE

Zwei Verkehrsschilder im Hochwasser

'Koste es was es wolle‘ muss vor allem für den Klimaschutz gelten!

„Die Klimakrise hat uns bereits fest im Griff. Hagel und Starkregen haben eine Spur der Verwüstung durch Salzburg gezogen. Die Notwendigkeit, gemeinsam und mit aller Kraft in mehr Klimaschutz zu investieren, ist dringlicher denn je.“ So äußert sich LAbg. Josef Scheinast, Umweltsprecher der GRÜNEN im Landtag, zu den Unwettern der vergangenen Tage. Dass Aussagen wie jene, dass es auch früher heiße Sommer und Starkregen gegeben habe, nach wie vor durch das Land geistern, versteht er nicht.

Ungebremste Erwärmung fördert Hitze, Hochwasser und Stürme

„Wir wissen seit langem schon, dass bei ungebremster Erderwärmung extreme Unwetter häufiger werden und stärker auftreten. Salzburg ist – wie wir aus einem Bericht von Greenpeace aus dem Jahr 2019 wissen – von der Klimaerhitzung besonders betroffen“, erinnert der Abgeordnete. „Die Gletscherschmelze ist ein sehr ernstzunehmendes Problem und schreitet immer weiter voran. Durch die steigenden Temperaturen und die gleichzeitige Erhöhung der Verdunstung gerät auch die Wasserkraft als Säule der Salzburger Energieversorgung unter Druck.“ Die massive Bodenversiegelung erhöhe außerdem die Gefahr von Oberflächenabflüssen, Murenabgängen, Felsstürzen und Hochwasser. „Extremwetterereignisse nehmen zu. Das hat sich auch in den vergangenen Tagen leider wieder einmal bewahrheitet.

„Koste es was es wolle muss auch für den Klimaschutz gelten!“

Scheinasts Hoffnung ist, dass die Pandemie vielen vor Augen geführt hat, dass ein Weitermachen wie zuvor nicht passieren darf: „Wir müssen die aktuelle Krise auch als Chance sehen, um die Wirtschaft klimafreundlich umzubauen. Ambitionierter Klimaschutz ist derzeit das beste Konjunkturpaket. Das werden wir jetzt mit voller Kraft anpacken müssen“, betont Scheinast. „Und dazu braucht es alle Landtagsparteien.“ Der Abgeordnete hofft, dass der Klimaschutz keinem Sparzwang unterzogen wird: „Wollen wir eine lebenswerte Zukunft, dann muss gerade für Klimaschutz- und Klimaanpassungsstrategien ein ‚Koste es was es wolle‘ gelten.“ Am Ende gäbe es nämlich nur eines was dem Land teuer zu stehen kommen würde – nämlich kein Klimaschutz.

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