VERDICHTETES BAUEN IM LÄNDLICHEN RAUM SPART RESSOURCEN
Mattsee ist einer der schönsten Orte des Flachgaus mit einem richtigen Zentrum, in dem es noch Geschäfte und Wirtshäuser gibt. Diese hohe Lebensqualität hat leider ihren Preis: Wohnen ist teuer. Dennoch gibt es Möglichkeiten, Wohnen leistbar zu machen.
Vieles hat die Gemeinde durch entsprechende Vorgaben in den Bebauungsplänen selbst in der Hand. Zwei Beispiele dafür:
- Baulandsicherung im Ortsgebiet mit erhöhter Bebauungsdichte und mehr als zwei Wohngeschoßen
- exakte Vorgaben für Flächenwidmungen, insbesondere bei Gemeinschaftsflächen, Ruhezonen, Verkehrsflächen
KURZE VERKEHRSWEGE
sparen Zeit und Geld. Zufußgehen sowie Fahrradfahren sind die günstigsten Arten der Fortbewegung. Am zweitgünstigsten sind öffentliche Verkehrsmittel, wenn sie zu Fuß erreichbar sind.
VERDICHTETE VERBAUUNG
Früher wurden die Häuser aneinander gebaut und der Garten lag dahinter. Heute kann man private Grünflächen auf Dachterrassen schaffen, die keinen zusätzlichen Baugrund benötigen. Je dichter ein Baugrund bebaut wird, umso geringer sind die Grundstückskosten je Person.
GEMEINSAM BAUKOSTEN SPAREN
Das einzeln stehende Haus ist die teuerste Variante des Bauens. Gemeinsame Wände, Dächer, Stiegenhäuser, Heizungen und Solaranlagen verringern die Gesamtbaukosten. Auf derselben Grundfläche kann man Wohnraum für zwei- bis dreimal so viele Familien schaffen und den Bedarf an kleineren Wohnungen decken.
UNTERIRDISCHE GARAGEN
Abstellflächen für Autos verbrauchen unnötig viel Grund und Boden. Unterirdisch bieten sie Platz und Sicherheit auch für Fahrräder.
UNTERSCHIEDLICHE WOHNUNGSGRÖSSEN
Familien, Singles, Paare – man braucht individuelle Wohnungsgrößen. Der Bedarf an 1–2-Personen-Wohnungen steigt und ist in Mattsee Mangelware. Dies wurde auch von der Firma CIMA festgestellt und uns jüngst präsentiert.
Die Vorteile für die Gemeinde und damit für uns alle liegen klar auf der Hand:
- Geringere Aufschließungskosten für Kanal, Wasser und Strom
- Geringere Erhaltungskosten für Verkehrswege und Winterdienst
- Mehr Wohnraum für mehr Menschen im Ortsgebiet und dadurch Ermöglichung von Zuzug.
GRÜNE SICHT AUF DIE RAUMORDNUNG
Im eingereichten Räumlichen Entwicklungskonzept wurde zu viel an Bauland ausgewiesen, welches von Grünland umgewidmet werden sollte. Wir GRÜNEN stellten dies in Frage und wollten eine Reduktion per Antrag erwirken, welcher leider niedergestimmt wurde. Das REK wurde eingereicht und wie zu erwarten vom Land mit dem Auftrag zur Korrektur retourniert. Wir sehen darin eine unnötige Zeitverzögerung vieler Bauvorhaben in unserem Ort.