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14.10.2013 Presseaussendung

ÖBB-VORTEILSCARD FAMILIE MUSS BLEIBEN!

„ÖBB-Verschlechterungen für Familien sind absolut inakzeptabel.“

Die „Vorteilscard Familie“, ein beliebtes Produkt der ÖBB, soll ab dem kommenden Jahr drastisch teurer werden. Kostete die Vorteilskarte bisher 19,90 Euro pro Jahr, müssten Familien in Zukunft fast das Zehnfache dafür bezahlen. Kritik an dieser geplanten Verteuerung durch die ÖBB kommt von der Grünen Verkehrssprecherin LAbg. Angela Lindner. Sie sieht Verkehrsministerin Doris Bures bzw. den/die in Zukunft zuständigeN MinisterIn in der Pflicht, diese Pläne der ÖBB zu stoppen.

Zehnfacher Preis ist absolut inakzeptabel

Mit dem Besitz der Vorteilscard fahren Familien bisher supergünstig: Kinder unter 15 Jahren fahren gratis, die Eltern zum halben Preis. Laut Plänen der ÖBB soll ab dem kommenden Jahr jedes erwachsene Familienmitglied eine Vorteilscard Classic zum Preis von 99,90 Euro lösen müssen, um dieselbe Vergünstigung in Anspruch nehmen zu können. Das bedeutet: Zweimal 99,90 Euro zahlen, also zehn Mal mehr als bisher.  „Die Vorteilscard stellte bisher eine offene Einladung für Familien dar, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Damit soll nun offensichtlich Schluss sein. Das ist inakzeptabel“, kritisiert LAbg. Angela Lindner die Pläne der ÖBB.

 

Betroffen von den ÖBB-Sparmaßnahmen sind unter anderem Obus-BenutzerInnen in Salzburg. Als Beispiel: „Eltern, die die Vorteilscard Familie besitzen, bezahlen für eine 24-Stundenkarte im Vorverkauf 1,60 Euro pro Erwachsenen. Kinder unter 15 Jahren fahren gratis mit. Ohne Vorteilscard müsste jedes Elternteil 3,30 Euro und jedes Kind ab 6 Jahren, das sie begleitet, 2,20 Euro bezahlen. Das ist doch ein wesentlicher Unterschied“, betont Lindner.   ​

Verkehrsministerium in der Pflicht

LAbg. Lindner fordert nun die oder den VerkehrsministerIn der zukünftigen Bundesregierung auf, mit Nachdruck für die Beibehaltung der Vorteilscard Familie einzutreten. „Sollten die Pläne der ÖBB nämlich Realität werden, werden Familien wieder verstärkt zum Auto greifen, die ÖBB verliert wichtige KundInnen“, sagt Lindner. Angesichts der nötigen Verkehrswende in Richtung mehr öffentlicher Verkehr stelle die Verteuerung der Vorteilscard Familie einen massiven Rückschritt dar. Lindner ruft auch die Familien auf, tätig zu werden. „Ich fordere alle Familien auf, bis Jahresende noch schnell die Vorteilscard zum Preis von 19,90 Euro zu kaufen. Vielleicht können wir einen Schwedenbombeneffekt erzielen und die ÖBB so daran erinnern, wie wichtig die Beibehaltung des Produktes in seiner derzeitigen Form ist.“