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26.05.2015 Presseaussendung

VERSTÄRKTE BEMÜHUNGEN UM WEITERE UNTERKÜNFTE FÜR FLÜCHTLINGE

Krisengespräch zwischen Haslauer und Berthold / Lokalaugenschein bei der Polizeidirektion

„Das Land Salzburg wird seine Bemühungen um weitere Unterkünfte für Flüchtlinge massiv verstärken. Dazu braucht es eine gemeinsame Kraftanstrengung der gesamten Landesregierung und der Gemeinden. Die Unterbringung in Zelten ist eine vorübergehende Notmaßnahme. Gleichzeitig ist klar, dass wir mehr Quartiere für Flüchtlinge hier in Salzburg brauchen, wenn wir wollen, dass die Zelte abgebaut werden.“

 

Das sagte Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer heute, Dienstag, 26. Mai. Haslauer, der letzte Woche im Ausland war, traf bereits heute Vormittag Landesrätin Mag. Martina Berthold zu einem Krisengespräch.

 

Beide machten sich bei der Landespolizeidirektion Salzburg ein Bild von der Unterbringung der Flüchtlinge.

„Täglich kommen Menschen zu uns, die vor Krieg, Verfolgung und entsetzlichen Zuständen in ihrer Heimat fliehen mussten“, sagte Landesrätin Berthold und zeigte sich über die breite Unterstützung der Landesregierung erfreut. „Um diesen Menschen Zuflucht zu gewähren, benötigen wir in Salzburg neben festen Übergangs-Quartieren dringend zusätzliche Dauerunterkünfte. Derzeit werden täglich zig Angebote von der Grundversorgungsstelle des Landes, dem Referat Soziale Absicherung und Eingliederung, geprüft und so schnell wie möglich umgesetzt. Ich bin sicher, dass Salzburg dieser Herausforderung gewachsen ist und wir diese Menschen versorgen können.“

 

Als Sofortmaßnahme hat der Landeshauptmann Landesrätin Berthold eine umgehende personelle Verstärkung der Grundversorgungsstelle zugesagt. Auch andere Landesstellen werden die Grundversorgungsstelle bei der Suche nach neuen Quartieren unterstützen. So hat der Landeshauptmann heute die StandortAgentur, die Betriebsansiedelungsgesellschaft des Landes, ersucht, sich aktiv in die Suche neuer Quartiere einzubringen und auch das erforderliche Personal bereitzustellen.

 

„Bei all diesen Bemühungen sind wir aber weiterhin auf die Zusammenarbeit mit möglichen privaten Quartiergebern und mit den Gemeinden angewiesen. Ich appelliere ausdrücklich an alle Gemeinden, die bisher keine Asylwerbenden aufgenommen haben, einen aktiven Beitrag zu leisten“, sagte der Landeshauptmann.

 

Zugleich äußerte der Landeshauptmann Verständnis für Gemeinden, die bereits jetzt einen großen Beitrag leisten und das Gefühl haben, über Gebühr belastet zu werden. In der derzeitigen Notsituation könne es jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass vorübergehend verfügbare Quartiere auch in solchen Gemeinden genutzt werden müssen. Das Ziel sei aber klar eine gerechtere Aufteilung der Flüchtlinge über das ganze Land. „In diese Richtung werden wir auch nach der Deckung des ersten Bedarfs an Quartieren konsequent weiterarbeiten müssen“, schloss der Landeshauptmann.

 

FLÜCHTLINGE: Bund, Länder, Gemeinden – jetzt sind alle gefordert