BEGRÜNTE VORGÄRTEN STATT SCHOTTERWÜSTEN
"Wenn Blumen und Pflanzen Steinen und Kies weichen, leidet nicht nur das Klima, sondern auch die Gesundheit."
„Wollen wir die Lebensgrundlagen in unserem Ökosystem erhalten, müssen wir der Natur auch in den Vorgärten wieder mehr Platz einräumen“, kommentiert Umweltsprecher LAbg. Josef Scheinast den Trend zu vegetationsfreien Gärten. Blumen und Pflanzen weichen auch in Salzburg immer öfter Steinen und Kies. „Das gefährdet die Artenvielfalt, weil ein Großteil der Fläche als Lebensraum für Tiere und Pflanzen verloren geht. Durch fehlendes Grün können feine Partikel nicht mehr aus der Luft gefiltert werden und Stickstoffoxid und Staub reichern sich an. Der (teil)versiegelte Boden kann außerdem kaum oder kein Wasser aufnehmen. Deshalb sind Kiesgärten auch Hitzeinseln“, warnt der GRÜN-Abgeordnete.
Klimafreundliches Bauen und Wohnen
„Auch beim Bauen und Wohnen sollten wir in Zukunft strenger auf eine klimafreundliche Gestaltung achten – und das beginnt schon im Kleinen. Wenn Vorgärten wieder begrünt werden, vermeiden wir eine weitere Versiegelung von Flächen und garantieren eine schonende Nutzung des Bodens“, so der Abgeordnete. Es braucht eine Eindämmung solcher Schotterwüsten, indem in zukünftigen Bebauungsplänen auf begrünte Vorgärten geachtet wird. „Österreich liegt beim Bodenverbrauch ohnehin schon im internationalen Spitzenfeld. Wenn unser Land weiterhin so zubetoniert wird, leidet nicht nur das Klima, sondern auch die Gesundheit“, betont Scheinast.
Abkehr von Schotterwüsten in Deutschland
Auch in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend Widerstand gegen diese sterile Form der Gartengestaltung geregt: „Im niedersächsischen Landkreis Rotenburg und in der Stadt Erlangen wurden Maßnahmen eingeleitet, um neue Schottergärten zu verhindern. Baden-Württemberg ist nun mit einem Gesetzesentwurf zum Verbot von Steingärten nachgezogen“, zeigt sich der Abgeordnete erfreut. Ein Vorgarten mit Pflanzen und Stauden verschönere nicht nur das Straßenbild. „Jeder und jede Einzelne kann damit zur Erreichung der Ziele der Klimastrategie 2050 beitragen.“