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    Barrierefreiheit
14.01.2016 Presseaussendung

VIDEODOLMETSCH IM GESUNDHEITSBEREICH FÜR GEHÖRLOSE MENSCHEN

sieben Hände in Gebärdensprache

„Das Dolmetsch-Angebot muss dringend ausgeweitet werden, um auch für gehörlose Menschen eine bestmögliche medizinische Versorgung zu gewährleisten."

Die Möglichkeit, im Gesundheitsbereich Video-DolmetscherInnen für Menschen nichtdeutscher Muttersprache einzusetzen, wird immer stärker genutzt. In Zukunft soll im Land Salzburg verstärkt darauf geachtet werden, dass auch für gehörlose Menschen ein gleichwertiges Dolmetsch-Angebot zur Verfügung steht wie für Menschen mit sprachlichen Barrieren. Das hat der Salzburger Landtag am Mittwoch auf Antrag der GRÜNEN beschlossen.

„Als Psychologin habe ich oft genug erlebt, wie schwierig es gerade im Gesundheitsbereich ist, Dolmetscher und Dolmetscherinnen für gehörlose Menschen zu finden“, erklärt die GRÜNE Gesundheitssprecherin LAbg. Kimbie Humer-Vogl. Es gäbe zwar im Bundesland Salzburg inzwischen einige Ärzte und Ärztinnen mit Gebärdensprachkompetenzen sowie eine Gehörlosenambulanz zur allgemeinmedizinischen Versorgung in den SALK. Problematisch dabei sind aber vor allem die geografisch bedingten, weiten Anfahrtswege. Auch ist die Anzahl der zur Verfügung stehenden DolmetscherInnen im Bundesland zu gering, weshalb für die betroffenen Menschen zu wenig Anonymität besteht.

„Das Angebot muss dringend ausgeweitet werden, um auch für gehörlose Menschen eine bestmögliche medizinische Versorgung zu gewährleisten“, fordert Humer-Vogl, und fügt hinzu: „Insbesondere bei der psychologischen und psychotherapeutischen Versorgung von gehörlosen Menschen kann der vermehrte Einsatz von Video-Dolmetsch von großem Nutzen sein.“