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14.10.2022 Breaking News

VON DER WEGWERFGESELLSCHAFT ZUR KREISLAUFWIRTSCHAFT

verschiedene alte Dinge: Lampenschirm, Kaffeemaschine, Bezug

Ein großer Knackpunkt in der derzeitigen Umwelt-, Energie- und Klimakrise ist unser verschwenderischer Umgang mit Materialien und Energie. Deshalb brauchen wir mehr »Kreislaufwirtschaft« – ein Sammelbegriff für die verschiedenen Möglichkeiten, dieser Vergeudung von wertvollen Ressourcen entgegenzuwirken.

In unserem persönlichen, privaten Bereich gibt es z. B. folgende Möglichkeiten Dinge weiter zu nutzen, anstatt sie einfach wegzuwerfen:

 

REPAIR CAFÉS:
Bringen Sie Ihre kaputten Dinge zu einem Repair Café. Im besten Fall lernen Sie dabei, etwas selber zu reparieren. Im zweitbesten Fall können die Reparateur*innen das Gerät (oder auch ein Kleidungsstück, ein Spielzeug usw.) wieder in Stand setzen. Im drittbesten Fall wissen Sie danach, dass es höchstens noch in einer Fachwerkstätte zu retten ist oder es tatsächlich in den Abfall gehört. – Falls Sie warten müssen, können Sie in der Zwischenzeit etwas essen, trinken und mit anderen Menschen plaudern!

 

REPARATURBONUS:
Nutzen Sie die Förderung des Reparaturbonus des Bundes: Wenn Sie ein kaputtes Elektrogerät in einem der
Partnerbetriebe (es gibt über 1000 österreichweit) reparieren lassen, erhalten Sie 50 % der Kosten (maximal 200 Euro) zurückerstattet. Übers Internet erstellen Sie sich im Vorhinein einen Reparaturbon und lösen diesen dann direkt bei Bezahlung im Elektrogeschäft ein. Neu dabei ist außerdem, dass es keine Beschränkung mehr gibt, wie viele Reparaturen pro Haushalt und Jahr gefördert werden!

Siehe:
www.reparaturbonus.at

 

RE-USE-TAG IM RECYCLINGHOF:
Im nördlichen Flachgau wurden dieses Jahr »Re-Use-Tage« abgehalten. Die Gemeindebürger*innen brachten noch brauchbare Kleidung, Haushaltswaren, Spielzeug etc. ins Altstoffsammelzentrum. Die Gegenstände wurden über das Netzwerk der Caritas entweder in den eigenen Re-Use-Läden (Carla-Shops) angeboten, sozialen Projekten gespendet oder als Recyclingmaterial weitergegeben. Das wäre doch was, auch für Anthering (gemeinsam mit Bergheim im Recyclinghof Siggerwiesen)!

 

WANDERFLOHMARKT:
Ein altbekannter Weg von Dingen, die selbst nicht mehr gebraucht, aber zu schade zum Wegwerfen sind, ist der Flohmarkt. Eine neue Idee ist der sogenannte »Wanderflohmarkt«: Hierbei werden die Waren nicht irgendwo hingebracht, sondern die Bewohner*innen eines Dorfes oder Stadtteils bieten sie bei sich zu Hause (im Garten, in der Garage etc.) zum Verkauf an. Die potentiellen Käufer*innen »wandern« von Haus zu Haus, schmökern, kaufen, plaudern. Der zusätzliche neue Nutzen, den ein Wanderflohmarkt bietet, ist das Zusammenkommen. Da ist Zeit, sich wieder einmal mit Bekannten ausführlich zu unterhalten.
Da ist Gelegenheit, die Nachbarschaft oder auch andere Bewohner*innen der Gemeinde kennenzulernen und sich auszutauschen. – Das wäre doch was, auch für Anthering! Im Frühling 2023 möchten wir den 1. Antheringer Wanderflohmarkt organisieren und hoffen, Sie sind »live« dabei!

 

»OFFENER KÜHLSCHRANK«:
Auch der achtsamere Umgang mit Lebensmitteln ist Gebot der Stunde. Der erste Schritt ist natürlich, bewusst – also nicht zu viel – einzukaufen. Wenn trotzdem etwas übrigbleibt, stellt sich die Frage – wohin damit, wenn nicht in den Müll? In der Stadt Salzburg (z. B. im ABZ – Haus der Möglichkeiten, Itzling oder in der Uni Salzburg) gibt es »offene Kühlschränke«, in die jede*r Lebensmittel hineingeben und
auch gratis herausnehmen kann. Dazu gibt es eine Handy-App, über die informiert wird, was sich im Kühlschrank befindet. So wissen die Interessierten, wenn es wieder etwas
Neues zu holen gibt. – Wäre das was, auch für Anthering?

 

Haben Sie weitere Ideen, wie wir einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln und Dingen fördern können? Dann schreiben Sie uns an:
[email protected]!

Monika Wölflingseder

Sprecherin der Grünen Anthering, Gemeinderätin

[email protected]
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