WAS MICH MEIN RADIESCHEN LEHRT
Wenn ich bedenke, wie viel Geduld mich die Radieschen kosten, vom Einsetzen bis zum Ernten – dann aber erlebe ich die Freude:
Circa eine Woche nachdem ich das Samenkorn in die Erde gegeben habe, kommen die ersten Blätter heraus – zwei winzige Keimblätter – dann geht es relativ rasch mit den anderen Blättern. Das Radieschen wächst gut, wenn ich den Samen nicht zu tief – und nicht zu oberflächlich gesät habe. Dann heißt es noch: nicht zu viel und nicht zu wenig gießen. Ist es zu kalt, wächst es ein paar Tage nicht, steht es in der prallen Sonne – und ich gieße nicht, dann vertrocknet es.
Das Radieschen lehrt mich die Dankbarkeit, dass wir in einer so fruchtbaren Gegend wohnen – und dass wir mit unserer Ernährung von der Natur und dem Klima abhängig sind.
Wir sollten unsern heimischen Bäuer*innen einen fairen Preis für ihr Gemüse, ihre Milch, ihr Fleisch und ihren Fleiß zahlen – lassen wir doch etwas mehr Geld in der Region und geben es nicht freiwillig den Großkonzernen – die bei uns kaum Steuern zahlen.