Wasserknappheit: Salzburg braucht rasche Vorsorge
Die aktuelle Hitze bringt die Wasserversorgung in Teilen Österreichs bereits an ihre Grenzen. In der niederösterreichischen Gemeinde Pöggstall wird aufgrund des stark gestiegenen Wasserverbrauchs sogar erwogen, die Trinkwasserversorgung zwischen 22 und 4 Uhr abzudrehen. Auch Wien setzt erste Sparmaßnahmen: Die Bewässerung öffentlicher Grünflächen wird eingeschränkt, die Straßenreinigung vorübergehend ohne Wasser durchgeführt. Für die Salzburger GRÜNEN sind das klare Alarmzeichen. „Die Trinkwasserversorgung gilt in Salzburg noch als gesichert. Wassermangel kann aber zur bitteren Realität werden, wie die Beispiele aus Wien und Niederösterreich zeigen. So kann aus Hitze und Trockenheit schnell ein echtes Versorgungsproblem werden“, warnt die GRÜNE Klubobfrau Martina Berthold.
Umso unverständlicher sei es, dass Salzburg nach wie vor keine Trinkwasserstrategie habe, obwohl bereits im Juni 2019 der Landtag in einem einstimmigen Beschluss diese eingefordert hat. „Seit 2019 hat sich die Klimakrise weiter zugespitzt. Im Winter bleibt der Niederschlag aus, Hitzewellen werden häufiger, Grundwasserstände sinken und der Wasserverbrauch steigt. Das alles verlangt eine moderne, klimaresiliente Strategie. Da fordern wir Tempo vom zuständigen Landesrat Aigner. Wir dürfen nicht warten, bis auch in Salzburg der Wasserverbrauch eingeschränkt werden muss“, so Berthold und fordert eine Trinkwasserstrategie ein, um die Wasserversorgung im Bundesland Salzburg langfristig zu gewährleisten.