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13.05.2020 Presseaussendung

GRÜNE WOLLEN VERNICHTUNG VON RETOUREN ERSCHWEREN

Versandpakete auf einem Paketwagen

„Wir wollen den Trend zum Wegwerfen funktions- und gebrauchsfähiger Waren per Gesetz stoppen.“ – Initiative der GRÜNEN einstimmig beschlossen

Das Online-Geschäft boomt: Rund 245,9 Millionen Pakete wurden 2019 in Österreich befördert, also um gut 18 Millionen oder acht Prozent mehr als im Jahr davor. Angesichts von Covid-19 kaufen noch mehr ÖsterreicherInnen online ein. Das Problem: Jeder fünfte Artikel wird zurückgeschickt und landet – obwohl neuwertig und funktionsfähig – oftmals im Müll. Die GRÜNEN wollen dieser gängigen Praxis den Riegel vorschieben.

„Es kann nicht sein, dass tausendfach nagelneue zurückgeschickte Produkte in der Müllpresse landen, bloß weil das für die Versandhändler einfach ist als sie wiederzuverkaufen. Das ist nicht nur eine Vergeudung von Ressourcen, sondern belastet durch überflüssige Transporte auch das Klima“, kritisiert der GRÜNE LAbg. Simon Heilig-Hofbauer. Er macht sich für ein Gesetz, mit dem die Retourenvernichtung verhindert werden soll. Sein Antrag im Landtag wurde heute, Mittwoch, im Landtag einstimmig eingenommen.

Vorbild für so ein Gesetz könnte Deutschland sein: Dort gilt seit heuer sie sog. „Obhutspflicht“ für den Umgang mit Retouren und nicht verkaufter Neuware einführen. Die Obhutspflicht soll Online-Händler dazu anhalten, die Produktion stärker an der Nachfrage auszurichten. Transport und Aufbewahrung neuer Waren soll demnach so gestaltet werden, dass die Produkte länger nutzbar bleiben. Vernichtung solle zum letzten Mittel werden. Zudem sollten Händler zu mehr Transparenz gezwungen werden, was die Vernichtung von unbenutzter Ware angehe.

Simon Heilig-Hofbauer

Klubobfrau-Stellvertreter, Landtagsabgeordneter

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