Weltklimakonferenz gibt Handlungsauftrag auch an Salzburg
Bei der Weltklimakonferenz, der COP 28, hat sich die Weltgemeinschaft auf die Abkehr von Kohle, Öl und Gas geeinigt. Und sie ruft dazu auf, die erneuerbaren Energien bis 2030 zu verdreifachen und die Energieeffizienz zu verdoppeln. „Die Ergebnisse der Weltklimakonferenz kann ich nicht bejubeln. Sie werden der Dramatik der Klimakrise noch nicht voll gerecht. Trotzdem ist die Einigung der Weltgemeinschaft ein riesiger Schritt und der Anfang vom Ende der fossilen Energien. Und es ist ein klarer Handlungsauftrag an alle Regierungen weltweit, auch hier in Salzburg!“, stellt die Klimaschutzsprecherin der GRÜNEN Martina Berthold fest.
Aktuelle Bemühungen der Landesregierung sind zu wenig
Um die Ziele der COP 28 zu erreichen, muss auch in Salzburg die Klimapolitik deutlich nachgeschärft werden und mehr Man- und Woman-Power eingesetzt werden. Aktuell stehen für die gesamte Koordination des Klimaschutzes und der Klimawandelanpassung im Land, für die Umsetzung der Maßnahmen, die Vergabe 3,34 Mio-Klimaschutzgelder, für die Salzburger Vertretung in den unzähligen Gremien auf nationaler Ebene nur Personalressourcen im Ausmaß von 1,3 Vollzeitäquivalente zur Verfügung.
Für Berthold ist klar: „Nur gut 50 Wochenstunden stehen im Land Salzburg für die umfassenden Koordinationsarbeiten und Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen zur Verfügung. Das kann sich nie ausgehen. Damit ist es vorprogrammiert, dass den engagierten Mitarbeiter:innen die Luft ausgeht und die Klimaziele wackeln. Damit verspielt die schwarz-blaue Regierung die Zukunft unserer Kinder.“ Auch dass sich das ressortübergreifende Klimakabinett in der aktuellen Legislaturperiode noch nicht zur Arbeitssitzung getroffen hat, merkt Berthold kritisch an: „Klimaschutz ist nicht nur die Aufgabe eines einzelnen Ressorts, für den Klimaschutz müssen alle aktiv werden. Genau dafür wurde das Klimakabinett 2018 vom damaligen Grünen Umwelt- und Klimalandesrat Heinrich Schellhorn ins Leben gerufen. ÖVP und FPÖ erwecken immer wieder den Eindruck, dass sie die Dringlichkeit der Aufgaben nicht vollständig erfassen und wenig Interesse am umfassenden Klimaschutz haben.“
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