Das 2017 in Kraft getretene Salzburger Wettunternehmergesetz (S.WuG) zeigt Wirkung: „Sowohl die Zahl der Wettunternehmen als auch die Zahl der Filialen ist seither rückläufig“, stellt der GRÜNE Abgeordnete Simon-Heilig-Hofbauer heute, Mittwoch, im Zuge der Ausschussberatungen im Landtag fest. Dazu kommt eine erfreuliche Marktbereinigung: „Mittlerweile ist dort wo Sportwetten drauf, steht kein illegales Glücksspiel mehr drinnen. Mehrere zweifelhafte Anbieter, die die Sportwette als Deckmantel für illegale Aktivitäten verwendet haben, haben mittlerweile das Handtuch geworfen“.
Es gibt allerdings immer noch mehrere Hot-Spots des illegalen Glücksspiels. Hier sieht Heilig-Hofbauer Handlungsbedarf, der Kontrolldruck müsse erhöht werden. Die neue Bundesregierung hat allerdings im Regierungsprogramm bereits ein Maßnahmenpaket gegen illegales Glücksspiel angekündigt.
So sind vom Bund Maßnahmen zur Einschränkung von Werbemöglichkeiten, eine effektivere Behördenstruktur und die Evaluierung der zahlenmäßigen Beschränkung von Video-Lottery-Terminals im Glücksspielgesetz geplant. „Die kriminellen Betriebe suchen sich jetzt neue Tarnungen, oder weichen zunehmend ins Internet aus. Hier braucht es jedenfalls ein entschlossenes und koordiniertes Vorgehen der zuständigen Behörden“, fordert Heilig-Hofbauer.
Er erinnert daran, dass in Salzburg nach vorsichtigen Schätzungen mindestens 5.000 Menschen spielsüchtig sind. „Diese Menschen verspielen nicht nur ihre eigene Zukunft, sondern meist auch die ihrer Familie und Kinder. Darum wird das Land auch weiterhin die Einhaltung des Wettgesetzes sowie die Jugend- und Spielerschutzbestimmungen streng kontrollieren“, so Heilig-Hofbauer. So sieht das Gesetz beispielsweise bereits ein Betretungsverbot für Jugendliche unter 18 Jahren vor.