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10.01.2023 Presseaussendung

FOR­DERN AK­TI­ONS­PLAN GEGEN VER­EIN­SA­MUNG IN DER GE­SELL­SCHAFT

Ein alter Mann sitzt an einen Baum gelehnt und blickt in die Ferne

KO LAbg. Humer-Vogl: „Soziale Isolation macht krank. Dass davon immer mehr Menschen betroffen sind, bedeutet Handlungsbedarf für Gesellschaft und Politik.“

„Vereinsamung“ – Was mit Covid verstärkt ins öffentliche Bewusstsein rückte, ist keineswegs auf Pandemie-Maßnahmen beschränkt: Die soziale Isolation war bereits zuvor ein Problem und betrifft zunehmend mehr Menschen. Salzburgs GRÜNE sehen deshalb die Politik gefordert: „Es braucht einen Aktionsplan, um der zunehmenden Vereinsamung und sozialen Isolation in der Gesellschaft entgegenzuwirken“, erklärt LAbg. Kimbie Humer-Vogl, deren entsprechender Antrag morgen, Mittwoch, im Landtag behandelt wird.

„Immer mehr Länder setzen sich mit der zunehmenden Vereinsamung in der Bevölkerung auseinander und arbeiten an Gegenstrategien“, erklärt Humer-Vogl. So plant das deutsche Bundesfamilienministerium beispielsweise eine „Einsamkeitsstrategie“, und in Großbritannien wurde 2018 sogar ein eigenes Ministerium für Einsamkeit geschaffen. In Österreich hat sich Graz 2019 des Themas angenommen und eine Reihe von Aktivitäten beschlossen.

„Vereinsamung bedeutet nicht nur viel psychisches Leid für die Betroffenen sondern ist auch verbunden mit körperlichen Gesundheitsproblemen bis hin zu einer kürzeren Lebenserwartung. Von den damit verbundenen Kosten für die Gesellschaft gar nicht zu reden“, so Humer-Vogl. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, seien Strategien auch auf Landesebene gefragt. Ziel müsse unter anderem sein, Entstehungsfaktoren von Einsamkeit zu eruieren sowie Projekte, Maßnahmen und Initiativen zu initiieren und zu fördern, die Einsamkeit als gesellschaftliches Thema gezielt aufgreifen und sensibilisieren.

In Österreich sind Vereinsamung und soziale Isolation mittlerweile weitverbreitet. Laut einer aktuellen Studie der Universität Sydney sind hierzulande unter den 18- bis 29-Jährigen 9,5 Prozent, unter den 30- bis 59-Jährigen 6,4 Prozent und unter den über 60-Jährigen 10,4 Prozent von Einsamkeit betroffen. „Das kann uns als Gesellschaft nicht egal sein, hier muss gehandelt werden“, betont die Grüne Klubobfrau.

Kimbie Humer-Vogl

Listenplatz 3

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