30.01.2013
Presseaussendung
WIR GEHEN IN DIE "ÖFFENSIVE"
Sie sind das soziale Netz für unsere Mobilität, sie sind das Rezept gegen Stau auf der Straße, Feinstaubwolken und Klimaziel-Verfehlung. Mehr und bessere Öffis braucht das Land!
Öffentlicher Verkehr ist gerade angesichts hoher und absehbar weiter steigender Erdölpreise die Zukunftsform der Mobilität. Bahn und Bus (ergänzt durch Sammeltaxis) sind die kostengünstigste, verkehrssicherste, beschäftigungsintensivste, energieeffizienteste und umweltverträglichste Form von Massenmobilität.
DER BUS- UND BAHN-BLUES
Derzeit sind Bus und Bahn unter Druck. Mängel im Nahverkehrsangebot, unzureichende Budgetmittel und eine einseitig auf Individualverkehr oder Bauprojekte fixierte Politik hinterlassen ihre Spuren. So terten Bus- und Schienenverkehr bei steigenden Kosten für Fahrgäste und Allgemeinheit auf der Stelle. Zusätzlich wurde am Land ausgedünnt, während der PKW- und Einspurigenverkehr – durch Steuerprivilegien und Straßenbau-Milliarden unterstützt – jahrzehntelang anwuchs. Die langjährigen Mängel brennen spätestens seit 2008 unter den Nägeln: Ölpreissprünge und Krise änderten das Verkehrsverhalten, steigende Fahrgastzahlen führen bei Kapazitäten und Pünktlichkeit rasch an ihre Grenzen. Was fehlt ist eine offensive verkehrspolitische Antwort auf diese Missstände.
QUALITÄTS-SCHUB UND AUSBAU-OFFENSIVE
Was fehlt, ist mehr und besserer öffentlicher Nahverkehr zu zumutbaren Kosten – im Sinne der Fahrgäste, der SteuerzahlerInnen und der Umwelt. Wir fordern ein besseres Öffi-Angebot zu leistbaren Kosten für Fahrgäste und Steuerzahler:
- 200 Bundes-Millionen pro Jahr (z.B. durch ASFINAG-Dividende) für einen Qualitätsschub bei Bahn und Nahverkehr
- ein Gesamtkonzept für die die Öffi-Zukunft („Masterplan Öffentlicher Verkehr“ im Rahmen des überfälligen Gesamtverkehrskonzepts für Österreich)
- einen bundesweiten Taktverkehr mit pünktlichen Verbindungen durch Taktknotenkonzept, d.h. flächendeckende Mindestversorgung, verlässliche Anschlüsse, problemloses Umsteigen
- Reformen, die den Nutzen für Fahrgäste ins Zentrum stellen
- Reformen, die den Gemeinden und Ländern ausreichende Mittel für innovative Projekte garantieren (z.B. Regionalverkehrskonzepte) und endlich eine Verkehrserregerabgabe bringen
- Regionalbahnen attraktiv machen (inkl. kostensenkende Elektrifizierung), anstatt sie einzustellen