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04.09.2019 Presseaussendung

WIR HABEN DIE ERDE VON UNSEREN KINDERN NUR GEBORGT

Dieser Satz ist heute aktueller denn je. Denn der Klimawandel ist da. Wir spüren die Veränderung.

Auch im Sommer 2019 waren die Hitzetage wieder zahlreich, ließen Brunnen austrocknen, Ernten verdorren und zwangen Landwirte, frühzeitig den Viehbestand zu reduzieren oder teure Futtermittel zuzukaufen.
Auf Dürreperioden folgten Starkregenperioden und verheerende Unwetter mit Hagel und Überschwemmungen. „Das hat es doch immer wieder mal gegeben“, meinen Skeptiker des „menschengemachten“ Klimawandels. Die überwiegende Mehrheit der Studien zeigt aber eindrucksvoll, dass die Klimaveränderung keine Fiktion, sondern Realität ist. Die Folgen durch Schäden, die z.B. durch den Katastrophenfond gedeckt werden, werden für die heimische Volkswirtschaft auf jährlich bis zu 9 Milliarden Euro geschätzt. Diese Summe wird aus Steuergeld bezahlt und dient nicht der Vorsorge, sondern der Schadensreparatur.

 

„Wir sind die erste Generation, die die Auswirkungen des Klimawandels spürt, und die letzte, die noch was dagegen tun kann“, sagt Werner Kogler.

 

Doch was können wir konkret dagegen unternehmen? Was kann jede/r einzelne von uns tun? Wie kann die Politik gegensteuern, damit Österreich seinen traurigen Platz auf den hintersten Rängen im internationalen Klimaschutz-Ranking verliert und wieder eine Vorreiterrolle in Europa einnimmt? Sind wir überhaupt bereit, Veränderungen zuzulassen, die vielleicht kurzfristig schmerzhaft, aber langfristig zu unserem Wohle sind?
Ich als Privatperson kann für den Klimaschutz einiges tun: Mehr zu Fuß gehen, wenn immer möglich, das Auto stehen lassen, mit dem Rad fahren, Öffis verwenden, auf Flugreisen verzichten und stattdessen die Bahn benützen. Sorgsamer mit Energie umgehen, weniger Fleisch essen, lokale, saisonale und wenn möglich biologisch produzierte Lebensmittel einkaufen, das Haus thermisch sanieren, alte Ölheizungen durch umweltfreundlichere Alternativen ersetzen, Sonnenkollektoren oder eine PVA installieren, Wasser sparen, so gut es geht, plastikfrei einkaufen … All das sind kleine Handlungen, die aber in Summe doch eine relevante Größe darstellen.

 

Doch mein alleiniges Umdenken wird nicht reichen. Wir alle sind gefragt, unseren Beitrag zu leisten. Die Gemeindevertretung ist gefragt, sämtliche Entscheidungen, die unser zukünftiges Zusammenleben betreffen, im Hinblick auf deren Auswirkungen auf unsere Umwelt mitzudenken und entsprechend zu entscheiden. Als neue Klimaschutzbeauftragte sehe ich es als meine Aufgabe, dies gegebenenfalls einzufordern. Das braucht Überzeugungskraft und ist – wie ich lernen musste – mühevoll. Aber wir sind es unseren Kindern schuldig!
Die Klimapolitik der letzten Bundesregierung war ambitionslos und die Klimaziele wurden ökonomischen Zielen geopfert. Dass Österreich seine selbst gesteckten Klimaziele verfehlt, wird uns Strafzahlungen in Milliardenhöhe einbringen. Wäre es nicht sinnvoller, diese Summen endlich in zielführende Maßnahmen zu investieren?

 

GRÜNE Forderungen dazu gibt es zahlreiche: Ausbau von Radweg- und öffentlichem Verkehrsnetz, billigere Öffi-Tickets, Ausbau der rollenden Landstraße, Ausstieg aus der Verstromung von Kohle und Erdöl, Förderung von erneuerbaren Energien, Beendigung der Diesel-Subvention, Besteuerung von Kerosin, Einführung einer CO2-Steuer, Stopp der Zersiedelung (denn diese führt wiederum zu mehr Verkehr), Pfandsystem für PetFlaschen und Aludosen, Reduktion von Plastik(verpackungen), Begrünung von Plätzen, Fassaden und Dächern u.v.m.

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