Skip to main content
    Barrierefreiheit
15.01.2020 Presseaussendung

WOHER KOMMT DAS FLEISCH IN DEN LANDESKANTINEN?

Steak mit Rosmarinzweig

„Die Menschen wollen wissen, was auf dem Teller liegt. In den Landeskantinen gehen wir jetzt mit gutem Beispiel voran!“ – Schwarz-grün plant bundesweit verpflichtende Kennzeichnung in Gemeinschaftsküchen ab 2021

Der Wunsch der Österreicherinnen und Österreicher zu wissen, woher ihr Essen stammt wird immer größer. Auf Antrag der GRÜNEN wird in den Landeskantinen und in den SALK mit 1. Juni 2020 eine verpflichtende Lebensmittelkennzeichnung für Fleischprodukte eingeführt. Der Beschluss im Landtag heute, Mittwoch, war einstimmig. „In der Gastronomie gibt es insbesondere bei Fleischprodukten in Österreich keine verpflichtende Herkunftsbezeichnung. Ich freue mich, dass wir im eigenen Wirkungsbereich, also in den Landeskantinen und den Landeskliniken, nun mit gutem Beispiel vorangehen, um dort für Entscheidungsfreiheit und Vertrauen in ein gutes Essen zu sorgen“, betont der GRÜN-Abgeordnete Simon Heilig-Hofbauer. Immerhin wünschen sich laut einer repräsentativen Umfrage von Greenpeace aus dem Jahr 2019 rund 84 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher bei Fleisch eine klare Herkunftskennzeichnung.

„Unser Ziel ist eine verbindliche Herkunftsangabe in allen Gemeinschaftsküchen, damit jede*r, der dort isst, weiß, was auf dem Teller liegt“, so Heilig-Hofbauer. Dem hat sich nun die neue schwarz-grüne Bundesregierung verschrieben: Die verpflichtende Herkunftskennzeichnung der Primärzutaten Milch, Fleisch und Eier in der Gemeinschaftsverpflegung (öffentlich und privat) und in verarbeiteten Lebensmitteln soll mit 2021 eingeführt werden.

Essen in den Landeskantinen: Sehr regional, wenig bio

Die Landeskantinen wurden vom Land an die SALK verpachtet und das in den Landeskantinen konsumierte Essen wird in den SALK zubereitet. Positiv sieht Heilig-Hofbauer, dass rund 83 Prozent der Lieferanten der SALK aus Österreich stammen, davon 68 Prozent aus Salzburg, 14 Prozent aus Oberösterreich und 6 Prozent aus dem restlichen Österreich. 17 Prozent stammen aus Deutschland. Wermutstropfen: „Leider sind nur 11 Prozent der Produkte für die Küche der Salzburger Landeskliniken biologisch. Da ist definitiv noch Luft nach oben, da sind andere Bundesländer schon wesentlich weiter“, so der GRÜN-Abgeordnete.