WOHNBAUFÖRDERUNG: DIE ARBEITERKAMMER SORGT SICH UMSONST!
„Das Schubladendenken der AK ist weder zeitgemäß noch nachvollziehbar!“
„Wer an Probleme im Kästchendenken herangeht, wird sie nie lösen. Bauen und Wohnen, Raumplanung und Siedlungsentwicklung gehören zusammen, ein ressortübergreifendes Arbeiten und Handeln in diesen Bereichen ist sinnvoll und notwendig. Wer daraus einen Nachteil für Wohnungssuchende konstruiert, handelt verantwortungslos“, so reagiert der Grüne Wohnbausprecher LAbg. Josef Scheinast auf die heutige Aussendung der Arbeiterkammer (AK), in der diese einen aktuellen Verordnungsentwurf der Landesregierung zur Wohnbauförderung kritisiert.
Tatsächlich sieht der Verordnungsentwurf vor, fünf Millionen Euro aus dem 140 Millionen Euro umfassenden Wohnbauförderungsbudget (3,5 Prozent) unter anderem auch dafür zu verwenden, dass die Gemeinden in den Ortskernen Gebäude bzw. Grundstücke ankaufen, um dort geförderte, leistbare Mietwohnungen zu errichten. „Das ist kein Widerspruch, sondern es ist sowohl raumordnungs- als auch wohnbaupolitisch höchst sinnvoll an den infrastrukturell geeignetsten Orten zu bauen und zu wohnen“, so Scheinast. „Wie die AK auf die Idee kommt, dass mit den verbleibenden 135 Millionen im Wohnbaubudget andernorts kein geförderter Mietwohnbau mehr möglich ist, ist mir völlig unbegreiflich.“