MEHR WOHNZUSCHUSS FÜR MINDESTSICHERUNGS-BEZIEHER*INNEN
Mieten in der Stadt Salzburg seit 2000 um mehr als 40 Prozent gestiegen
Die Stadt Salzburg ist bei den Mieten österreichweit Spitzenreiter. Angesichts dessen sei es unverantwortlich von SPÖ- Bürgermeister Heinz Schaden, die aktuell diskutierte Erhöhung des sogenannten höchstzulässigen Wohnaufwandes (HWA*) für Mindestsicherungs-BezieherInnen zu blockieren. Das kritisiert am Montag Josef Scheinast, Wohnbausprecher der Grünen im Salzburger Landtag. Nach zehn Jahren des Nichtstuns – so lange wurde der sogenannte HWA nicht erhöht – sei es dringend an der Zeit zu handeln.
Mieten um mehr als 40 Prozent gestiegen
Die Mieten in Salzburg sind zwischen 2000 und 2013 um 40 Prozent gestiegen, und sie steigen immer noch. Das zeigt eine Erhebung der Arbeiterkammer aus dem Jahr 2014. Der größte Handlungsdruck besteht eindeutig in der Stadt: Dort beträgt der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Miete inklusive Betriebskosten in der Stadt 13,6 Euro (am Land sind es 11,4 Euro). „Für einkommensschwache Menschen ist es kaum noch möglich, bei derart astronomischen Mietpreisen eine Wohnung zu finden. Es ist daher höchste Zeit, dass das Stadtoberhaupt seine Blockadepolitik auf dem Rücken der Betroffenen aufgibt“, so Scheinast.
*HWA: Der „höchzulässige Wohnaufwand“ ist jene im Mindestsicherungs-Gesetz vorgeschriebene Obergrenze, welche festlegt, wie viel eine Wohnung für eineN Mindestsicherungs-EmpfängerIn (exklusive Heizung) maximal kosten darf: Für eine in der Stadt lebende Person beträgt diese Obergrenze – genannt „höchstzulässiger Wohnungsaufwand“ (HWA) – seit zehn Jahren unverändert 380 Euro.