WOLFSVERORDNUNG VOM TISCH
KO LAbg. Humer-Vogl: „Die Kompromisslösung soll vor allem auch als Zeichen des Respekts und der Wertschätzung für die Land- und Fischereiwirtschaft verstanden werden.“
„Beim Tierschutzgipfel der Salzburger Landesregierung wurde nach monatelangen Debatten heute eine Lösung für den Umgang mit Wolf und Fischotter gefunden. LAbg. Kimbie Humer-Vogl, Klubchefin der GRÜNEN im Salzburger Landtag, beschreibt das Treffen zwar als „zähes Ringen“, man sei aber zu einer Einigung gekommen, die für alle Seiten vertretbar ist. „Die Kompromisslösung soll vor allem auch als Zeichen des Respekts und der Wertschätzung für die Land- und Fischwirtschaft verstanden werden.“
Wissenschaftliches Monitoring bei Fischotter
Beim Fischotter haben sich die Landespolitiker*innen auf folgende Lösung geeinigt: Auf 7 Referenzstrecken sollen jährlich 19 Otter entnommen werden. „Damit ist die Wahrung des günstigen Erhaltungszustands des streng geschützten Otters noch gegeben“, so Humer-Vogl. Dazu komme allerdings ein wissenschaftliches Monitoring, das überprüfen soll, ob sich die Entnahme von Ottern tatsächlich positiv auf den Fischbestand auswirkt. „Dieses wissenschaftliche Monitoring soll erheben, ob der Otter wirklich die Hauptursache für die sinkenden Fischbestände ist. Denn auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass der Fischotter der größte Einflussfaktor für das Fischsterben ist, gilt es die Sorge der Fischer*innen über den besorgniserregenden Rückgang ernst zu nehmen.“
Wolfsverordnung ist vom Tisch – Rückkehr zum Bescheidverfahren
Nachdem die Europäische Union wegen der Wolfsverordnung im Vorjahr ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich eingeleitet hat, wurde „beschlossen, 2023 keine weitere Wolfsverordnung zu erstellen, sondern wieder zum Bescheidverfahren zurückzukehren“, berichtet Humer-Vogl weiter. Die EU hat vor allem die fehlenden Herdenschutzmaßnahmen kritisiert und auf Probleme bei der Einhaltung der Aarhus-Konvention hingewiesen.Deshalb soll ein Fachgutachten erstellt werden, um für alle Wildregionen des Landes zu erheben, ob Herdenschutzmaßnahmen möglich sind.“
Für Rückfragen:
LAbg. Kimbie Humer-Vogl
Klubobfrau der Grünen im Salzburger Landtag
0650/9902778