WOMIT WIR NICHT EINVERSTANDEN SIND
Von der Ausführung des Marktplatzes bis zu Baulandwidmungen ohne Infrastruktur - einiges hätte man in Mattsee besser machen können
DER NEUE MARKTPLATZ
Planung und Ausführung der Marktplatzgestaltung stimmen nicht überein.
Im Plan waren z.B. immer quadratische Pflastersteine mit glatter Oberfläche eingezeichnet – nie Kopfsteinpflaster. Für die Möblierung erfolgte keine öffentliche Ausschreibung, weil diese
„aufgrund von Dringlichkeiten und Vergabegrenzen nicht erforderlich“ war. Eine umsichtige und sparsame Projektplanung sieht anders aus.
Der neben dem Postgebäude alte Baumbestand wurde nicht wie geplant nur zurückgeschnitten und um neue Bäume ergänzt, sondern gänzlich gefällt. Dadurch wurde der Platz im Sommer zur schattenlosen Hitze-Insel. Auf unsere Anfrage an den Bürgermeister, warum der alte Baumbestand umgeschnitten wurde, erhielten wir die Antwort: „Es wurden zwei neue gepflanzt.“ Wir bedanken uns für die
Antwort, die allerdings nicht auf unsere Frage eingeht.
Der Radfahrbeauftragte der Gemeinde, Hermann Signitzer, wurde nie zum Thema Fahrradständer gefragt. Die nachträglich aufgebrachten Sitzstufenauflagen wirken lieblos. Verbesserungsvorschläge
unsererseits z.B. zur Beschattung des baumlosen Platzes wurden ins Lächerliche gezogen und Fragen zu Ist/Soll-Differenzen ausweichend beantwortet. Ob das Budget von 700.000 Euro eingehalten werden konnte, werden wir eruieren. Unser Antrag auf Anbringung einer Rampe, die vom neuen runden Platz Richtung Sparkasse führt und Müttern mit Kinderwägen oder Menschen mit Rollatoren den Umweg über die holprige kopfsteingepflasterte Straße erspart, wurde abgelehnt.
DIE GEMEINDE HÄLT SICH NICHT AN EIGENE BESCHLÜSSE
Die Umsetzung von Tempo 30 im Ortsgebiet erfolgte ohne Einschluss von Fischingerstraße, Teile der Ramooserstraße, Passauerstraße und Salzburgerstraße. Der bereits bestehende GV-Beschluss von 2010 (Tempo 30 für das gesamte Ortsgebiet) wurde einfach abgeändert und zur Abstimmung gebracht. Dem konnten wir nicht zustimmen. Die provisorisch aufgestellten Poller zur Straßeneinengung und Geschwindigkeitsreduktion sollten aus unserer Sicht entfernt und durch sinnvolle Alternativen ersetzt werden.
DAS GEWIDMETE BAULAND IN UNTERNBERG HAT EINE UNZUREICHENDE ANBINDUNG
an das öffentliche Verkehrsnetz und leistet der Zersiedelung Vorschub. Unser Vorschlag, flächensparende und günstigere Bebauungsformen wie z.B. Doppelhäuser in den Bebauungsplan einfließen zu lassen, wurde von der Mehrheitsfraktion nicht berücksichtigt. Darum konnten wir hier auch nicht zustimmen.