ZIELPUNKT: SOZIALFONDS FÜR MITARBEITER*INNEN!
Nach der Zielpunkt-Pleite unterstützen wir Grüne eine etwaige Klage gegen den Eigentümer. Für die MitarbeiterInnen soll ein Sozialfonds eingerichtet werden.
KEIN GELD FÜR MITARBEITER:INNEN ÜBRIG
Die Lebensmittelkette Zielpunkt ist pleite. Am 30.11. wurde die Eröffnung eines Konkursverfahrens angemeldet. Wir Grüne werden eine etwaige Klage gegen den Eigentümer Georg Pfeiffer unterstützen. Denn dieser hat erst vor wenigen Wochen um kolportierte 38 Millionen den Kauf von 80 Immobilien, in denen Zielpunkt eingemietet ist, eingefädelt. Für die 2700 MitarbeiterInnen ist hingegen kein Geld übrig.
„Wir haben mit dieser Zielpunkt-Pleite vor Augen geführt bekommen, was es bedeutet, wenn sich Unternehmen also wirklich über alle Regeln des sozusagen Moralischen hinwegsetzen und sich rechtlich aber der Verantwortung entziehen können. Wir Grüne verlangen eine Diskussion über die Möglichkeit, dass eine Mutter ihre Tochter zu 100 Prozent in Konkurs schicken kann und sich vielleicht noch die Filet-Teile über einen Deal herauskauft. Mit der Folge, dass dann tausende (vor allem wie im Handel üblich) Frauen für zweieinhalb Monate – inklusive Weihnachtsgeld – , von diesem Unternehmen keine Bezahlung mehr bekommen.
KONZERNE ZUR VERANTWORTUNG ZIEHEN
Solchen Praktiken gehört ein Riegel vorgeschoben. Es brauche klare Regeln für Großkonzerne, die Gewinne transferieren oder Steuern umgehen. Es kommen jeden Tag neue Fakten auf den Tisch, daher werden wir Grüne auch eine Initiative starten, um rechtlich zu prüfen, ob wir gegen solche Mutterunternehmen nicht vorgehen können“, sagt unsere Bundessprecherin Eva Glawischnig.
Wir Grüne werden im Parlament jedenfalls einen Vorschlag machen, wie man Konzerne zur Verantwortung
ziehen kann. Das ist – nicht nur bei Zielpunkt – Steuerhinterziehung!
SOZIALFONDS FÜR MITARBEITER:INNEN EINRICHTEN
„Für mich ist das Verhalten der Zielpunkteigentümer ein Skandal. Ausgerechnet in der Vorweihnachtszeit putzen sich Millionäre an ihren MitarbeiterInnen ab. Quasi über Nacht die Insolvenz anzukündigen, bereits erbrachte Leistungen von MitarbeiterInnen nicht abzugelten und selbst Millionen auf der Seite zu haben – das ist nicht nur unmoralisch, sondern aufs Schärfste zu verurteilen“, sagt Birgit Schatz, unsere ArbeitnehmerInnensprecherin.
„Ich fordere das Spitzenmanagement und Eigentümer der Pfeiffer Handels GmbH auf, zumindest ihre November- und Dezember-Einkommen für einen MitarbeiterInnen-Sozialfonds zur Verfügung zu stellen, um soziale Härtesituationen abzufedern. Darüber hinaus wäre es nur recht und billig, wenn die Pfeiffer GmbH einen stattlichen Beitrag für Umschulungen und Neuorientierungen von MitarbeiterInnen leistet“, fordert Schatz.