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09.06.2020 Presseaussendung

ZUG STATT FLUG - KLIMASCHUTZ BRAUCHT SOLCHE MASSNAHMEN

Railjet Zug fährt über eine Brücke

„Die Verlagerung der Strecke Salzburg-Wien vom Flugzeug auf die Bahn ist genau das, was Politik zu tun hat: nämlich das Thema Klimaschutz konsequent in den politischen Alltag einfließen zu lassen!“

„Ein Kurzstreckenflug belastet das Klima mit ungefähr 50 Mal mehr CO2 als eine Bahnfahrt. Die Verlagerung der Flugverbindung Salzburg-Wien auf die Bahn ist deshalb eine ebenso wichtige wie richtige klimapolitische Weichenstellung.“ So kommentiert LAbg. Josef Scheinast, Verkehrs- und Wirtschaftssprecher der GRÜNEN Salzburg, das von der GRÜNEN Infrastrukturministerin Leonore Gewessler mitverhandelte Paket zur Rettung der AUA. Die Kritik am Aus für Kurzstreckenflüge hält Scheinast für durchaus erhellend: „Alle, wirklich alle politischen Parteien lassen sich in Sonntagsreden über die Bedeutung des Klimaschutzes aus. Doch erst wenn es um konkrete Maßnahmen geht – und sei es nur die Einstellung von fünf Prozent der Flüge ab Salzburg – zeigt sich, wer die Gefahr der Erdüberhitzung wirklich verstanden hat und auch bereit ist zu handeln.“

Nach wochenlangen Verhandlungen hat die türkis-grüne Regierung gestern, Montag, die Einigung auf ein Rettungspaket für die Austrian Airlines verkündet. Dieses wirkt sich auch auf den Salzburger Flughafen aus. Die Kurzstreckenflüge Salzburg-Wien werden eingestellt, die Verbindung wird auf die Bahn verlagert. Neben der Anti-Dumping-Regelung, mit der keine Flugtickets mehr unter 40 Euro gekauft werden können, und der Erhöhung der Flugticketabgabe wird auch in den öffentlichen Verkehr investiert. Für das 1-2-3-Ticket für Österreich sind 240 Millionen eingeplant, zusätzliche zehn Millionen sollen ab 2024 jährlich für weitere Nachtzüge zur Verfügung gestellt werden.

Wie dringend notwendig ökologische Vorgaben sind, lässt sich für Scheinast anhand der problematischen Öko-Bilanz des Flugverkehrs herauslesen: Im Jahr 2019 wurde in Österreich laut VCÖ mit über 1,1 Milliarden Liter so viel Kerosin wie noch nie in Österreich getankt. In der Folge stiegen die CO2-Emissionen um rund 14 Prozent auf fast drei Millionen Tonnen.

Der Grüne Verkehrs- und Wirtschaftssprecher begrüßt deshalb das Paket, insbesondere die Verlagerung von Kurzstreckenflügen auf die Schiene: „Wenn wir die Auswirkungen der Erdüberhitzung irgendwie im beherrschbaren Rahmen halten wollen, führt an der Ökologisierung unserer Mobilität kein Weg vorbei.“ Selbstredend müsse das Angebot auch attraktiver gestaltet werden, hier sei nun die ÖBB gefordert, beispielsweise indem Zugverbindungen in den Tagesrandzeiten verbessert würden. Hier brauche es eine bessere Abstimmung zwischen Flugplan und Zugverkehr, damit ankommende und abfliegende Fluggäste die Kombination aus Bahn und Flug gut nützen können.​

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