ENTWICKLUNG STATT WACHSTUM–ZUBRINGERZUG STATT ZUBRINGERFLUG
„Eine intelligente Vernetzung der Verkehrssysteme würde die Ökologisierung der Mobilität beschleunigen.“
Trotz teils heftiger Kritik am Aus für die Kurzstreckenflüge zwischen Salzburg und Wien sieht der Grüne Verkehrssprecher Josef Scheinast die derzeitigen Entwicklungen als Chance. Er will nicht weitermachen wie bisher, sondern fordert kreative und nachhaltige Lösungen im Sinne des Klimaschutzes: „Für mich ist die Attraktivität des Standortes Salzburg nicht gefährdet, nur weil eine besonders kurze Kurzstrecke eingestellt wurde.“ Großes Potential sieht der GRÜN-Abgeordnete darin, Synergien zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern zu nutzen.
Zubringerzug statt Zubringerflug
Erforderlich sei dafür ein ganzheitlicher Ansatz: „Weil Salzburg ein Verkehrsknotenpunkt ist, deshalb ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Hauptbahnhof und Flughafen besonders wichtig“. Scheinast denkt dabei an einen Zubringerzug anstatt eines Zubringerfluges: „Interessant ist die Überlegung, dass der Flughafen es als Servicedienstleister jenen Passagieren, die ab Wien-Schwechat fliegen, in Salzburg bereits am Hauptbahnhof ermöglicht, das Gepäck abzugeben, etwa mit einem Gepäcksschalter der Salzburg Airport Services. Bei guter Organisation wäre das um einiges komfortabler, denn es würde unter anderem die Eincheckzeit in Schwechat reduzieren“ so der GRÜN-Abgeordnete.
Drehscheibe der Mobilität
Der Flughafen selbst könnte in Zukunft eine Drehscheibe der Mobilität werden. Die Verlängerung der Stiegl-Bahn bis zum Flughafen und die Verschränkung mit dem Individualverkehr bietet da besonders viele Möglichkeiten. Park&Rail&Fly, der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. „Es braucht in Zukunft eine intelligentere Vernetzung der Verkehrssysteme, um Schritt für Schritt und berechenbar in eine ökologische Zukunft zu gehen. Auch Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung werden die Zeichen der Zeit noch erkennen.“